STATUTEN - 3. Juni 1991 -

NAME UND ZWECK

Art. 1     Name
Unter dem Namen "Verband Zürcher Handelsfirmen" besteht mit Sitz in Zürich ein Verein im Sinne von Art. 60 ff. ZGB.

Art. 2     Zweck
Der Verband hat zum Zweck, die Interessen seiner Mitglie­der zu wahren. Sein Ziel sucht er zu erreichen, indem er:

  1. die Interessen seiner Mitglieder bei Behörden und in der öffentlichen Meinung  vertritt,
  2. für seine Mitglieder Verhandlungen mit Angestellten­organi­sationen, auch vor Einigungsstellen und Schiedsgerichten, führt oder bei solchen mitwirkt,
  3. die zum Schutze eines geordneten Arbeitsverhältnis­ses nö­tigen Massnahmen ergreift,
  4. in wichtigen Fragen Verbindung mit ähnlichen Orga­nisatio­nen sucht,
  5. nötigenfalls verbandseigene Ausgleichskassen grün­det oder an solchen Gründungen zusammen mit anderen Arbeitgeber-Organisationen teilnimmt.

 

 

MITGLIEDSCHAFT

Art. 3     Voraussetzungen
Mitglieder des Verbandes können werden:

  1. Firmen mit Sitz im Kanton Zürich.
  2. Vereinigungen von Arbeitgebern und lokale Sektionen kantonaler oder schweizerischer Verbände.

Dem Verband können auch Firmen aus Industrie, Gewerbe und Dienstleistung beitreten.
Ausnahmsweise können auch Firmen, die ihren Sitz nicht im Kanton Zürich haben, aufgenommen werden.

Art. 4     Übertragung der Mitgliedschaft
Bei Firmenänderung geht die Mitgliedschaft auf den neuen Firmeninhaber über, unter Wahrung des Rechts zur Kündigung nach den Bestimmungen dieser Statuten. Der frühere Firmeninhaber bleibt für die Verbindlichkeiten gegenüber dem Verband haftbar, bis der Nachfolger die Übernahme dem Verband schriftlich erklärt hat.

Art. 5     Aufnahme
Die Aufnahme in den Verband erfolgt auf schriftliche Anmeldung hin durch den Vorstand. Ein ablehnender Entscheid muss nicht begründet werden.

Art. 6     Ehrenmitglieder
Zu Ehrenmitgliedern können von der Generalversammlung Personen ernannt werden, die sich um den Verband besonders verdient gemacht haben.

Art. 7     Austritt
Der Austritt aus dem Verband kann unter Beobachtung einer sechsmonatigen Kündigungsfrist auf Ende eines Kalenderjahres erklärt werden. 

Art. 8     Ausschluss
Mitglieder, welche ihren Pflichten gegenüber dem Verband nicht nachkommen oder sonst dessen Interessen verletzen, können vom Vorstand ausgeschlossen werden. Gegen einen solchen Beschluss kann das betroffene Mitglied innert 30 Tagen nach Empfang der Mitteilung an die Generalversammlung rekurrieren.

 

ORGANE

Art. 9     Organe
Organe des Verbandes sind:

  1. Die Generalversammlung.
  2. Der Vorstand.
  3. Die Geschäftsleitung.
  4. Die Kontrollstelle.

Art. 10    Generalversammlung
Die Generalversammlung ist das oberste Organ des Verbandes. Sie wird alljährlich im ersten Kalenderhalbjahr einberufen und ist insbesondere zuständig für:

  1. Beschlussfassung über die Statuten.
  2. Abnahme des Jahresberichtes, der Jahresrechnung und des Budgets.
  3. Décharge-Erteilung an Vorstand und Sekretariat.
  4. Wahlen.
  5. Festsetzung des Mitgliederbeitrages.

Zur Behandlung wichtiger Geschäfte können ausserordentliche Generalversammlungen vom Vorstand jederzeit einberufen werden. Die Einladung zur Generalversammlung erfolgt durch Zirkular unter Angabe der Traktanden mindestens 14 Tage vor dem Termin.

In der Generalversammlung haben die Mitglieder je eine Stimme. Die Versammlung beschliesst ohne Rücksicht auf die Zahl der Anwesenden mit einfachem Mehr, über die Statuten mit zwei Drittel Mehr der vertretenen Stimmen. Stellvertretung bei der Generalversammlung ist auf Grund einer schriftlichen Vollmacht durch ein anderes Verbandsmitglied gestattet.

Die Generalversammlung wird vom Präsidenten des Vorstandes oder bei dessen Verhinderung durch ein anderes Vorstandsmitglied präsidiert.

Über ein einzelnes Sachgeschäft kann der Vorstand ausserhalb einer ordentlichen oder ausserordentlichen Generalversammlung eine Abstimmung unter den Verbandsmitgliedern auf schriftlichem Wege durchführen lassen.

Art. 11     Anträge von Mitgliedern
Anträge von Mitgliedern an die Generalversammlung sind dem Vorstand mindestens 5 Tage vor dem Versammlungsbeginn einzureichen.

Art. 12    Vorstand
Der Vorstand besteht aus mindestens sechs Mitgliedern, welche von der ordentlichen Generalversammlung für eine Amtsdauer von drei Jahren gewählt werden. Er soll aus Vertretern der verschiedenen im Verband zusammengeschlossenen Branchen zusammengesetzt sein. Der Vorstand vertritt den Verband nach aussen und übt alle Befugnisse aus, welche nicht ausdrücklich der Generalversammlung vorbehalten sind oder ihrer Bedeutung nach dieser zufallen. Er konstituiert sich selbst und zieht zur Führung der Geschäfte einen Geschäftsleiter und einen oder mehrere Sekretäre bei, denen er einzelne seiner Kompetenzen überträgt. Die Beschlüsse des Vorstandes werden mit einfachem Stimmenmehr der Anwesenden gefasst. Bei Stimmengleichheit gilt der Stichentscheid des Präsidenten. Die rechtsverbindliche Unterschrift für den Verband führen die Vorstandsmitglieder unter sich oder mit dem Geschäftsleiter oder Sekretär je zu zweien kollektiv.

Art. 13    Geschäftsleitung 
Die Geschäftsleitung ist das geschäftsführende Organ des Verbandes. Ihr Kompetenzbereich wird vom Vorstand festgelegt.

Art. 14    Kontrollstelle
Zur Kontrolle der Rechnungsführung werden von der ordentlichen Generalversammlung auf die Dauer von drei Jahren zwei Rechnungsrevisoren gewählt. Diese können jederzeit Einsicht in die Bücher des Verbandes nehmen und haben der ordentlichen Generalversammlung über die Jahresrechnung Bericht zu erstatten. Die Funktion der Kontrollstelle kann auch einer Treuhandgesellschaft übertragen werden.

 

 

FINANZEN

Art. 15    Beiträge

Zur Deckung der Ausgaben werden erhoben:

  1. Ein Eintrittsgeld, welches vom Vorstand jährlich festgesetzt wird.
  2. Ein Jahresbeitrag, dessen Höhe sich nach der Zahl der Arbeitnehmer des betreffenden Mitglieds richtet und dessen Ansatz jährlich von der ordentlichen Generalversammlung festgesetzt wird.

Erfolgt der Beitritt eines neuen Mitgliedes im Laufe des Jahres, so geschieht die Berechnung des Jahresbeitrages für das laufende Jahr quartalsweise.

Art. 16    Haftung
Für die Verbindlichkeit des Verbandes haftet ausschliesslich das Verbandsvermögen. Jede persönliche Haftung der Verbands- oder Vorstandsmitglieder ist ausgeschlossen.

Art. 17    Rechnungsabschluss
Die Rechnung des Verbandes wird jedes Jahr mit dem Kalenderjahr abgeschlossen. Sie ist zusammen mit der Bilanz und dem Bericht der Kontrollstelle der nächsten ordentlichen Generalversammlung vorzulegen.

 

 

VERSCHIEDENES

Art. 18    Statutenänderung und Auflösung
Über die Abänderung der Statuten und die Auflösung des Verbandes beschliesst die Generalversammlung mit zwei Drittel Mehr, über die Verwendung eines Liquidationsergebnisses mit einfachem Mehr der vertretenen Stimmen.

Die Statuten wurden erstmals in der Generalversammlung vom 20. Oktober 1919 beschlossen und in den Generalversammlungen vom 10. Februar 1921, 7. April 1932, 28. Oktober 1947, 13. Mai 1959, 12. Juni 1974 und 3. Juni 1991 revidiert.

 

 

Der Präsident

Dr. Reto E. Meier

Der Geschäftsleiter

Rechtsanwalt Dr. R. Dürr