Welchen Einfluss hat Arbeitsdruck auf das Unfallrisiko auf der Strasse?

Partnerangebot des Forum BGM Zürich

Wer beruflich viel fährt und unter hohem Arbeitsdruck steht, hat ein erhöhtes Unfallrisiko auf der Strasse. Das zeigt eine neue Studie der Hochschule Luzern im Auftrag der Stiftung Prävention der AXA. Ausgewertet wurden über eine Million Fahrten. 

Welche Berufsgruppen gefährdeter sind

Besonders betroffen sind Berufsgruppen, bei denen das Fahren nur eine in der Arbeit enthaltene Nebentätigkeit ist – etwa in der Gastronomie (z. B. Pizzakurier), im Handwerk (z. B. Schreiner oder Sanitär) oder im Sozialwesen (z. B. ambulante Pflegedienste). Bei diesen Tätigkeiten stehen verkehrssicherheitsbezogene Schulungen häufig nicht im Fokus oder strukturierte Präventionsmassnahmen fehlen teilweise. Müdigkeit, Ablenkung und Zeitdruck zählen dabei zu den grössten Gefahrenquellen. 

In Berufen, in denen Mitarbeitende als Haupttätigkeit fahren, ist das Unfallrisiko geringer. Bei diesen Jobs sind präventive Massnahmen und Programme in der Regel weitverbreitet.

Tipps für Unternehmen

Betriebe können ihre Mitarbeitenden schützen indem sie:

  • Zeitdruck vermeiden: Realistische Tourenplanung und flexible Pausen erhöhen die Sicherheit.
  • Sicherheitskultur aktiv fördern: Klare Regeln und Vorbildverhalten seitens der Führungskräfte stärken die Verkehrssicherheit.
  • Schulungsangebote bereitstellen: Trainings zu Fahrtechnik, Stress- und Zeitmanagement steigern die Kompetenz.
  • Gesundheit fördern: Es empfiehlt sich, das Stress- und Müdigkeitsmanagement in das betriebliches Gesundheitsmanagement zu integrieren.
  • Digitale Feedbacksysteme nutzen: Digitale Fahrdaten kann man nicht nur fürs Fuhrparkmanagement, sondern auch zur Förderung des sicheren Fahrverhaltens nutzen.
Tipps für Vielfahrende

Mitarbeitende, die regelmässig beruflich fahren, können ihre Sicherheit erhöhen indem sie: 

  • Pausen bewusst einplanen: Lange, unterbrechungsfreie Fahrten sollten vermieden werden. Kurze Erholungspausen fördern die Konzentration, senken das Unfallrisiko und verbessern das Wohlbefinden.
  • Stress reduzieren: Es hilft, wenn man Stressfaktoren wie Zeitdruck oder Stau erkennt und Strategien zur Stressbewältigung wie Achtsamkeitstechniken oder eine vorausschauende und realistische Zeitplanung nutzt. Regelmässige Erholungsphasen, ob beim Sport, mit der Familie oder im Freundeskreis sind wichtig.
  • Sicherheit vor Tempo: Überhöhte Geschwindigkeit oder das «Aufholen» von Verspätung erhöhen das Unfallrisiko massiv. Der Zeitgewinn hingegen ist meist bescheiden. Ziel ist es, sicher und gesund anzukommen – nicht möglichst schnell.
  • Gesundheit ernst nehmen: Schlaf, Ernährung und psychische Stabilität sind entscheidend für eine sichere Fahrweise.
  • Fahrsicherheitstrainings nutzen: Auch routinierte Vielfahrende profitieren von regelmässigen Trainings und Schulungen.

Das Forum BGM Zürich fördert das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) im Kanton. Es setzt sich für die Gesundheit der erwerbstätigen Bevölkerung im Kanton Zürich ein und stärkt somit auch Ihr Unternehmen und den gesamten Wirtschaftsstandort Zürich.

Arbeitgeber Zürich VZH ist zusammen mit dem Kaufmännischen Verband Zürich, Prävention und Gesundheitsförderung Kanton Zürich, der Suva und der SVA Zürich Träger des Forum BGM Zürich.

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